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12 Phasen von BURNOUT



Jeder kennt das Gefühl der Erschöpfung, aber wussten Sie, dass es auch zwölf Phasen von Burn-out gibt? Von der Anspannung bis zum totalen Zusammenbruch.

Hier ist, was Sie über die verschiedenen Stufen der Erschöpfung wissen sollten.

  1. Zwang sich zu beweisen

  2. Verstärkter Einsatz

  3. Subtile (unterschwellige) Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

  4. Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen

  5. Umdeuten von Werten

  6. Verstärkte Verleugnung der Probleme

  7. Rückzug

  8. Verhaltensveränderungen

  9. Depersonalisation

  10. Innere Leere

  11. Depression

  12. Zusammenbruch


Phase 1:

Der Zwang sich zu beweisen

In dieser Phase ist man von Ehrgeiz, dem Streben nach Perfektion und Enthusiasmus getrieben.


Sie fangen mit viel Begeisterung, Idealismus und guten Vorsätzen an, einem Job, einer Aufgabe oder einem Projekt und wollen alles besonders gut machen.

Sie sind motiviert und wollen alles perfekt machen. Idealismus und Enthusiasmus treiben Sie an, wenn Sie einen neuen Job, eine neue Aufgabe oder ein neues Projekt beginnen.

Ihre Gedanken:

  • Ich selbst bin sehr anspruchsvoll, was meine Arbeit angeht und möchte, dass sie stets von hoher Qualität ist

  • Früher nach Hause zu gehen, fühlt sich seltsam an


Phase 2:

Verstärkter Einsatz

Gefühl, dass die Arbeit schneller erledigt wird, wenn Sie sie selbst machen. Anderen etwas zu delegieren, fällt Ihnen schwer.


Sie bekommen auch erste körperliche Symptome zu spüren.

Wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen.

Ihre Gedanken:

  • Wenn ich Arbeit liegen lasse, habe ich ein schlechtes Gewissen

  • Ich arbeite oft sehr lange und mache viele Überstunden


Phase 3:

Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse

Betroffene empfinden diesen Zustand als normal. Soziale Bedürfnisse werden als weniger wichtig angesehen.


Der Lebensstil wird zunehmend ungesünder und es treten erste kleinere Fehlleistungen auf. Frustration ist ein typisches Symptom. Sie sind zunehmend gereizt.

Ihre Gedanken:

  • Ich habe das Gefühl, dass mein Leben zu kurz kommt

  • Nach einem langen Tag und am Wochenende, bin ich oft so erschöpft, dass ich kaum noch die Energie habe, etwas zu unternehmen

  • In letzter Zeit muss ich sehr aufpassen, dass ich nichts vergesse oder übersehe


Phase 4:

Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen

Zunehmende Konflikte mit Arbeitskollegen-innen, der Partnerin, dem Partner oder Kunden werden ebenso wenig wahrgenommen und ignoriert wie Schlafmangel und erste körperliche Symptome.


Zusätzlich treten häufiger Fehler, wie vergessene Termine oder Unpünktlichkeit auf. Apathie. Sie sind demotiviert und antriebslos.

Ihre Gedanken:

  • Früher bin ich selten krank gewesen, aber in letzter Zeit scheine ich häufiger krank zu werden. Was ist los mit mir?

  • Ich kann schlecht einschlafen oder liege in der Nacht häufig wach. Bleibt das jetzt immer so?


Phase 5:

Umdeutung von Werten

Die Betroffenen nehmen die Welt anders wahr und werden oft hart und berechnend.

Ihre Gedanken:

  • Meine berufliche Situation ist deutlich belastender als früher

  • Ich habe Konflikte mit Kollegen oder Kolleginnen

  • Im familiären Bereich kommt es häufiger zu Unstimmigkeiten


Phase 6:

Verleugnung der Probleme

Betroffene, die unter den Auswirkungen dieser Krankheit leiden, neigen dazu, ungeduldig, zynisch, intolerant und aggressiv zu werden.


Sie können sich auch immer weniger mit anderen Menschen und der Aussenwelt identifizieren, was zu Leistungseinbussen und körperlichen Beschwerden führt.


Ihre Gedanken:

  • Ich fühle mich von anderen Menschen nicht verstanden!

  • Ich habe keine Zeit für Sport oder Hobbys


Phase 7:

Rückzug

Partner, Familie und Freunde werden oft als lästig und sogar als feindlich wahrgenommen. Kritik kann man nicht mehr ertragen und man fühlt sich orientierungslos und hoffnungslos.


Um sich besser zu fühlen, greift man zu Ersatzdrogen. Aber auch die Arbeit leidet darunter und man erledigt nur noch das Nötigste.


Ihre Gedanken:

  • Ich treffe mich seltener mit Freunden und Bekannten, weil ich keine Lust habe

  • Ich kann mich gar nicht mehr richtig über etwas freuen

  • Um Stress abzubauen, greife ich auf Alkohol und/oder Medikamente zurück


Phase 8:

Verhaltensänderung

Betroffene werden immer gleichgültiger, apathischer und neigen zunehmend dazu, paranoid zu werden. Den Betroffenen ist alles egal.


Alles wird als Angriff aufgefasst. Jede weitere Arbeitsanforderung wird als zu viel empfunden; Ausflüchte werden gesucht.

Ihre Gedanken:

  • Ich muss mich häufig dazu zwingen, mich für meine Familie und Freunde zu interessieren

  • Wenn ich zu Hause bin, möchte ich am liebsten von niemandem angesprochen werden

  • Mir ist alles egal


Phase 9:

Depersonalisierung

In dieser Phase fühlen sich Menschen nicht mehr wie sie selbst. Sie beschreiben sich als «Maschinen, die funktionieren (müssen)» und sehen ihr Leben als sinnlos und unausweichlich an. In dieser Phase vernachlässigen die Betroffenen extrem ihre eigene Gesundheit.

Eine Depersonalisation ist wie ein Film. Sie beobachten Ihr eigenes Leben von aussen, aber nichts fühlt sich wirklich real an. Ihr Körper, Ihre Gefühle, andere Menschen und Objekte wirken alle fremd.


Ihre Gedanken:

  • Nichts fühlt sich wirklich real an

  • Meine Familie oder Freunde machen sich Sorgen um mich, aber mich interessiert das alles nicht

  • Ich funktioniere nur wie eine Maschine


Phase 10:

Innere Leere

In dieser Phase sind die Betroffenen bereits völlig mutlos, leer, nutzlos, ängstlich bis panisch. Phobien und Panikattacken in diesem Zustand möglich.

Ihre Gedanken: